Evaluationsbericht, Juni 2009
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Bildungsdirektion Kanton Zürich |
Zusammenfassung
Kernaussagen zur Schulqualität
Das Evaluationsteam hat die Ausprägung der evaluierten Qualitätsmerkmale (Qualitätsprofil, Fokusthema Lehr- und Lernarrangements) mit folgenden Kernaussagen beurteilt:
Lebenswelt Schule
Wertschätzende Gemeinschaft
Das Team der Gesamtschule In der Höh pflegt einen offenen und wertschätzenden Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. Diese fühlen sich grundsätzlich wohl und ernst genommen.
Verbindliche Verhaltensregeln
Die Schule hat verbindliche Verhaltensregeln festgelegt, die zum guten Schulklima beitragen. Die Lehrpersonen achten weitgehend auf deren Einhaltung. Die Regeln sind den Schülerinnen und Schülern gut bekannt.
Lehren und Lernen
Individualisierter Unterricht
Das altersdurchmischte Lernen, die praktizierten Formen des offenen und geführten Unterrichts und die selbstverständliche und sorgfältige Umsetzung der integrativen Förderung ermöglichen eine ausgezeichnete individuelle Unterstützung der Schülerinnen und Schüler.
Lernförderliches Klima
Die Lehrpersonen schaffen mit ihrem freundlichen und aufmerksamen Umgang mit den Schülerinnen und Schülern gute Voraussetzungen fu¨r ein lernförderliches Klassenklima.
Vergleichbare Beurteilung
Die Stufenteams verfügen über gute Instrumente zur vergleichbaren Schülerbeurteilung. Die Beurteilung des Arbeits-, Lern- und Sozialverhaltens ist auf Schulebene abgesprochen.
Führung und Management
Wirkungsorientierte Führung
Die Führung im organisatorischen und personellen Bereich ist klar und zielorientiert. Die Lehrpersonen fühlen sich gut unterstützt.
Verbindliche Kooperation
Die Stufenteams arbeiten vorbildlich zusammen. Die Zusammenarbeit auf Schulebene findet noch nicht die gleiche Beachtung.
Gezielte Schul- und Unterrichtsentwicklung
Auf Stufenebene findet eine permanente Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität statt. Ein systematisches Qualitätsmanagement auf Schulebene ist noch nicht eingerichtet.
Information der Eltern
Die Eltern sind mit den Kontakt- und Mitwirkungsmöglichkeiten mehrheitlich zufrieden. Mit dem Elternrat ist ein zweckmässiges Gremium eingerichtet.
Lehr- und Lernarrangements
Klare Unterrichtsstruktur
Die Lehrpersonen geben den Schülerinnen und Schülern durch einen gut strukturierten Unterricht und einen rhythmisierten Wochenablauf einen klaren Orientierungsrahmen.
Zielkonforme Lernarrangements
Die Lehr- und Lernformen werden zielorientiert eingesetzt. Die Planung und Organisation der Lernprozesse erfolgt entlang gesetzter oder vereinbarter Ziele.
Aktives Lernen
Die Lehrpersonen unterstu¨tzen das aktive und eigenverantwortliche Lernen der Schülerinnen und Schüler kompetent und vorbildlich. Die selbstständige Auseinandersetzung mit Lerninhalten ist verbindendes Element an der Gesamtschule und wird qualitativ hochstehend gefördert.
Lernreflexion
Die Lehr- und Lernarrangements fördern die Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernen ausgezeichnet. Die Lehrpersonen sind mit den Schülerinnen und Schülern regelmässig im Gespräch und setzen für die Reflexion des individuellen Lernprozesses differenzierte Instrumente ein.
Unterstützung der Lehrpersonen
Die Schule zeichnet sich im Bereich der Unterrichtsgestaltung durch eine hohe Innovationsbereitschaft aus. Innerhalb der Stufen findet ein intensiver Austausch statt.
Die ausformulierten Qualitätsansprüche und die Erläuterungen der Kernaussagen in Form von Stärken und Schwächen finden Sie in den entsprechenden Kapiteln.
Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Schulqualität
Zu den evaluierten Qualitätsbereichen werden vom Evaluationsteam folgende Empfehlungen formuliert. Die Reihenfolge entspricht der Prioritätensetzung aus Sicht des Evaluationsteams.
Gezielte Schul- und Unterrichtsentwicklung auf Schulebene
Wir empfehlen, die Zusammenarbeit auf Schulebene zu verstärken sowie die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes und den Aufbau eines systematischen Qualitätsmanagements auf Schulebene anzugehen.
Unterstützung der Lehrpersonen
Wir empfehlen, im Bereich der Unterrichtsgestaltung eine Phase der Konsolidierung einzubauen und diese für die Überprüfung bestehender Instrumente sowie für das Festlegen von Minimalstandards auf Schulebene zu nutzen.
Die Erläuterungen zu den Entwicklungshinweisen in Form konkretisierter Handlungsmöglichkeiten finden Sie am Schluss des Qualitätsprofils resp. des gewählten Fokusthemas.
Ausblick
Die Schulen und die Schulpflegen sind fü r die Qualitätssicherung verantwortlich, so steht es wörtlich im Volksschulgesetz. Im Kanton Zürich ist deshalb auch der Umgang mit den Evaluationsergebnissen in der Verantwortung der Schulpflege und der Schule. Die Schule legt auf der Grundlage der Beurteilungsergebnisse Massnahmen zur Weiterentwicklung fest. Nach der Genehmigung durch die Schulpflege informiert die Schulleitung die Fachstelle über diese Massnahmen. Die Massnahmenplanung ist vier Monate nach Erhalt des Evaluationsberichtes bei der Fachstelle einzureichen. Dieser Massnahmenplan bildet zusammen mit dem Evaluationsbericht eine Grundlage zur Vorbereitung des Evaluationsteams auf die nächste Evaluation in vier Jahren. Im Rahmen dieser Folgeevaluation wird die entsprechende Qualitätsweiterentwicklung beurteilt. Abschliessend können wir hier festhalten, dass wir im Rahmen des Beurteilungsverfahrens in den evaluierten Qualitätsbereichen keine wesentlichen Qualitätsmängel gemäss § 52 VSV festgestellt haben.
Die Entwicklungshinweise wollen den Schulen mögliche Massnahmen zur Weiterentwicklung der Schulqualität aufzeigen. Es geht also nicht darum, alle Hinweise abzuarbeiten. Die beste Wirkung kann erzielt werden, wenn durch den Evaluationsbericht angeregte Massnahmen mit der Schulprogrammarbeit und der Jahresplanung verknüpft werden, Verbindungen zu laufenden Projekten gesucht werden, inhaltliche Schwerpunkte in der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben gesetzt werden.
Wir wünschen der Schule viel Erfolg bei der weiteren Qualitätsentwicklung!

